2.Liebe

Lernen Sie aus Krisen!

Eine innere Haltung von Liebe zum Partner haben


Ist Liebe nur ein Gefühl?

Ein Gefühl, welches ausschließlich mit bestimmten Verhaltensweisen und unseren alten Verhaltensmustern einhergeht.
Wenn es auch seit Generationen so besungen wird: Liebe ist nicht nur ein Gefühl, was nicht heißt, dass Liebe nicht schöne Gefühle auslösen kann.
Liebe ist ein Rahmen, in dem alle möglichen Gefühle vorkommen können. In diesem Rahmen brauchen Paare nicht in allem übereinstimmen, wichtig ist die Bereitschaft, den anderen für seinen Standpunkt zu achten und für sein Anderssein wertzuschätzen, so dass neue Möglichkeiten entstehen.
Das ist wie beim Tangotanzen, der vermeintliche Fehler des Partners eröffnet die Möglichkeit zu einer ganz neuen Tanzfigur.
(Voraussetzung hierfür ist aber, dass dein Partner deine Nr. 1 ist. )

Wenn Liebe nur ein bestimmtes Gefühl wäre, dann wäre sie im Alltag mal abwesend, mal anwesend. Wir würden dann alles tun, um dieses eine Gefühl immer wieder zu erzeugen ( was bei ganz vielen Paaren der Fall ist ) und auf jeden Fall zu behalten. Wenn das so ist, dann setzt in dem Moment, in dem das Liebe ( Gefühl ) da ist, auch bereits die Angst ein, sie wieder zu verlieren.( Ursache hierfür ist die dadurch entstandene emotionale Abhängigkeit)

Und damit kommen wir zu einem weiteren Irrglauben, nämlich, dass Liebe so etwas wie eine Sache ist. Sachen gewinnen an Wert, wenn sie selten sind ( Wertsachen). Demnach scheint es also sinnvoll, dafür zu sorgen, mit seiner Liebe nicht großzügig umzugehen, denn sonst verliert sie ja evtl. an Wert, oder wird nicht mehr geschätzt. In der Konsequenz bedeutet das: Liebe ist für die Meisten ein seltene Sache, die zumeist auch schnell verloren geht.

Ein weit verbreiteter Irrglaube besteht in der Idee, der andere kann Dir dieses einmalige Gefühl machen. Er/Sie soll Dich mit seiner/ihrer Liebe glücklich machen, soll Dir dieses großartige Gefühl geben, dass Du Dich geliebt fühlst.

Sobald Du den Anspruch hast, dass der andere Dich mit seiner Liebe glücklich machen soll, gibst du die Verantwortung für Dein Glück und Deine Gefühle ab und machst Du Dich emotional abhängig und auch zum Opfer des Partners. Sobald er Deine Erwartungen nicht erfüllt, wird er zwangsläufig zum Täter, den Du bestrafen wirst für sein Verhalten, für sein Versagen. Aus Eurer Liebe ist ein Handel geworden: der andere bekommt Liebe, wenn Du im Austausch dafür Glück bekommst. Mit dieser Einstellung ist eure Liebe - von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Niemand anderes kann Dich glücklich machen. Du selbst bist dafür verantwortlich, ob du dich glücklich fühlst , oder nicht. Es ist deine Entscheidung, ob du unglücklich sein willst, oder glücklich. Deine Gedanken bestimmen den Weg, den du gehst.

Dagegen führt die Auffassung, der andere soll Dich glücklich machen – übrigens genauso viel besungen – dazu, dass Du mit dem anderen in Angst verstrickt bist (und das ist Deine Angst!) und nicht mehr verbunden in Liebe. Du bist bedürftig nach der Liebe des anderen und diese Bedürftigkeit ist einer der größten Liebeskiller. ( diese Bedürftigkeit, hat nichts mit Bedürfnissen zu tun, die du ebenfalls hast, will du so bist , wie du bist.)


Liebe ist wie ein Bindeglied, ein Leim, der eure Herzen immer wieder zusammen bringt, wenn ihr in Freiheit die Möglichkeit habt zu wählen: Ihr wollt zusammen sein. Dieser Leim wird im Laufe der Zeit die miteinander erlebten Ungereimtheiten einebnen, wenn ihr in Wahrheit zusammen sein könnt. Nichts bindet so sehr, wie Wahrheit und Ehrlichkeit.

Schlussendlich man muss nicht immer alles beim anderen verstehen oder gleicher Meinung sein, man kann sogar die Unterschiedlichkeiten verstehen und wertschätzen. Es wäre doch ziemlich traurig, wenn Männer so wären wie Frauen und Frauen sich so verhalten würden wie Männer.

Das Paradoxe und gleichzeitig die Erfüllung überhaupt ist, dass gerade das Anerkennen der Unterschiedlichkeit, der Andersartigkeit zu einer neuen, erweiterten Verbindlichkeit führt. Dann ist Liebe ein Rahmen, in dem die größtmöglichen Unterschiedlichkeiten zusammengefügt werden, so dass darin neue Möglichkeiten für jeden entstehen, die es sonst nie hätte geben können.

Dieses Verständnis führt dazu, dass sogar unterschiedliche Standpunkte eines jeden Partners doch für beide zusammen zu einer neuen Möglichkeit führen können. So wird das Zusammen-Sein zu einem Spiel der Möglichkeiten, der Erweiterung und nicht zu einem Kampf. Wer aufgehört hat mit dem eigenen „Recht haben“ kann übrigens gut aufhören mit dem gegenseitigen bekämpfen.

Allerdings ist es auch so, dass die "Haltbarkeit der Liebe" von einigen Faktoren, wie Glaubensätzen und Verhaltensmustern beeinflusst wird. So ergeben sich möglicherweise im Laufe der Jahre unterschiedliche energetische "Fahrzeuge", die dann irgendwann nicht mehr zusammen passen.